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Spotten – Was ist das

Spotter

Ein Spotter ist eine Person, die sich mit dem gezielten Beobachten von Objekten oder Phänomenen, dem sogenannten Spotting (von engl. to spot, beobachten, ausmachen, erkennen bzw. orten, lokalisieren), beschäftigt.

Spotting als Hobby

Flugzeuge

Das Beobachten und Fotografieren von Flugzeugen (Planespotting) wird überwiegend in unmittelbarer Nähe eines Flughafens betrieben. Meistens wird versucht, landende oder startende Flugzeuge zu fotografieren, was fotografisch entsprechend anspruchsvoll ist. Der Planespotter muss für eine gute Sicht auf die Start- und Landebahn oft kilometerweit gehen. Für die Wahl des Standortes ist aber auch die Lichtsituation und Tageszeit ausschlaggebend, da Gegenlichtaufnahmen fliegender Flugzeuge selten gute Ergebnisse liefern. Auch das Wetter ist ein wichtiger Faktor, da meist auf größere Entfernung fotografiert werden muss und so auch der geringste Dunst zu einer Beeinträchtigung der Bildqualität führt. Flugzeugfotos werden oft auf Webseiten hochgeladen und dort in Datenbanken archiviert. Bei den größten Flugzeugbilderdatenbanken werden allerdings nur qualitativ hochwertige Bilder akzeptiert, wobei die Standards je nach Seite unterschiedlich hoch liegen. Dazu wird jedes Bild von einem sogenannten „Screener“ begutachtet und dann entweder in die Datenbank aufgenommen oder abgelehnt.

Viele Planespotter konzentrieren sich darauf, möglichst viele verschiedene Flugzeuge zu fotografieren. Oft benutzen sie dazu Verzeichnisse der Flugzeuge einer Airline und ihrer Registrierungen, um dann die bereits fotografierten Maschinen anzukreuzen. So werden nach und nach möglichst alle Flugzeuge einer Flotte aufgenommen – dies ist nicht einfach, da die Flugzeuge oft an unterschiedlichen Orten stationiert sind und deren konkreter Einsatz nicht veröffentlicht wird. Ältere Flugzeugtypen sind bei vielen Spottern, besonders in Europa, begehrt, genauso wie seltene Sonderlackierungen, die von Airlines zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel Jubiläen oder den Olympischen Spielen, entworfen werden. Die Anfänge des Hobbys findet man im Krieg: Hier wurde der Flugverkehr besonders intensiv beobachtet und die einzelnen Flugzeuge notiert. Auch heute noch findet man Spotter, die Flugbewegungen nur mit Fernglas und Notizblock festhalten.

Besonders beliebt ist in Europa der Flughafen Amsterdam, da es dort fast keine Zäune gibt und man sehr nahe an die landenden und startenden Flugzeuge herankommt. Aber auch an vielen anderen Flugplätzen findet man Aussichtspunkte, die teilweise sogar für Aviatikbegeisterte angelegt wurden. Der Flughafen von Philipsburg/St. Maarten auf den niederländischen Antillen hat sich aufgrund seiner spektakulären Anflüge über den Strand mit der Zeit zum Mekka der Planespotter entwickelt. Seit den Terroranschlägen 2001 in den USA werden Spotter vielerorts kritisch beäugt; an manchen Flughäfen herrscht mittlerweile sogar ein generelles Fotografierverbot. So ist beispielsweise am Pariser Flughafen Charles de Gaulle seit letztem Jahr verboten, ohne einen entsprechenden Ausweis Flugzeuge zu fotografieren.

Am Flughafen Leipzig/Halle, wo jeder vierte Passagier ein US-Soldat sein soll, werden von Pazifisten im 24-Stunden-Rhythmus sämtliche Flüge aufgezeichnet, um dort stattfindende Militärtransporte zu dokumentieren

Seite „Spotter“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. April 2009, 16:38 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spotter&oldid=59126588

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