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Geschichte der Gemeinde Nordholz

Wappen der Gemeinde Nordholz

Wappen der Gemeinde Nordholz

Die Gemeinde Nordholz besteht aus den ehemaligen Gemeinden Cappel-Neufeld,Deichsende, Nordholz, Spieka, Spieka-Neufeld, Wanhöden und Wursterheide.Durch Funde von Hacken, Beilen, Pfeilspitzen Schaben und Sicheln aus Stein ist belegt das Nordholz schon vor 4000-5000 Jahren dauerhaft besiedelt war. In der Zeit um Christi Geburt gab es auf der Geest zusammenhängende aber gelockerte Siedlungen. Auf der Marsch waren dieses Siedlungen, durch die Wurten, geschlossen. Forschungen habe ergeben das sich diese Siedlungen in der Folge nicht mehr verändert haben und bestand hatten. Auch hat man alte Verkehrswege zwischen den Siedlungen gefunden. Diese Siedlungen sind die Ursprünge der alten Dörfer. Im 14. Jahrhundert wird ein Ort mit dem Namen Norderortt in Berichten über Grenzstreitigkeiten mit dem Ort Oxstedt zum ersten Male erwähnt. Dabei handelt es sich um Nordholz. Um 1450 soll es zum ersten Streit um Besitzansprüche an Heide- und Moorländereien zwischen dem Kirchspiel Spieka und den Bewohnern der Geestdörfer Dikesende (Deichsende) und Schernestede (Scharnstedt) gekommen sein, in dessen Verlauf die Spiekaer den Deichsendern die Häuser ansteckten, das Korn abschnitten und sogar Einwohner entführten.Das Dorf Nordholz hatte ursprünglich keine Verbindung mit dem benachbarten Lande Wursten; dem Land der Wurten (aufgeschüttete Hügel, auf denen die Gebäude zur Sicherung von Mensch und Tier vor den Meeresfluten errichtet wurden). Die Friesische Verfassung der Wurster fand daher hier auch keine Anwendung. Die Bauern hatten ihre Äcker auf der Geest und benutzten gleichzeitig die nahe, damals nicht eingedeichte Seemarsch des Neufeldes als Weideland.Seit alter Zeit (um 1550) bildeten Deichsende und Nordholz das „Bischöfliche Gericht Deichsende“. Noch im Jahre 1726 wird Deichsende in einer Urkunde als Gerichtsort erwähnt.In der Mitte des 17. Jahrhunderts traten bedeutungsvolle Verwaltungsveränderungen für Nordholz ein, die mit der 1618/19 durchgeführten Eindeichung des Norder-Neuenfeldes zusammenhingen.Die Wurster, die ihre gerade fertiggestellten Deiche durch verheerende Sturmfluten (1634) wieder verloren hatten, beauftragten drei ostfriesische Deichbauunternehmer mit der Eindeichung des Neufeldes. Sie schlossen einen Vertrag ab, der den Deichbauern als Pfand für die pünktliche Zahlung alles neu eingedeichte Land verschrieb. Der Deichbau wurde 1636 vollendet. Die Norder-Wurster konnten den Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Die Folge war, dass schließlich einer der Unternehmer, Bulders, 1643 in den Besitz des größten Teiles des Neufeldes kam. Bulders, der inzwischen geadelt worden war, gründete das Gut Schönort in Spieka-Neufeld und verteilte einen Teil des Neufeldes an Pächter.Nach dem Tode Bulders wurde seinem Nachfolger Kleihen 1672 die Gerichtsbarkeit auch über Nordholz und Deichsende übertragen. Der nächste Schritt war die Verlegung des adeligen Gerichts von Schönort nach Nordholz. Der 1690 erbaute Gutshof und spätere Amtshof steht noch heute. Der damalige Zuschnitt des Amtes Nordholz entsprach in etwa dem der jetzigen Gemeinde Nordholz.

Im Jahre 1912 begann ein Stab von Technikern mit der Vermessung des Platzes für den Marineluftschiffplatz in der Wurster Heide. Dieser Flugplatz ist zweimal abgerissen und wieder aufgebaut worden.Im Jahre 1924 traten die umliegenden Gemeinden Nordholz, Deichsende, Wanhöden und Spieka Land an Wursterheide ab und ermöglichten somit die Entstehung einer eigenen Gemeinde. Bei dem abgetretenen Land handelte es sich zum größten Teil um die Fläche des ehemaligen Luftschiffplatzes. In der neuen Gemeinde Wursterheide trat der Gemeinderat am 3. November 1924 zu seiner ersten Ratssitzung zusammen.
Durch Landesgesetz vom 12. Mai 1967 wurde der freiwillige Zusammenschluss der drei ehemaligen Gemeinden Deichsende, Nordholz und Wursterheide am 1. Juli 1967 vollzogen. Es bestimmte, dass die neue Gemeinde den Namen Nordholz führen sollte.
Am 18. Dezember 1969 wurde das Gesetz über die freiwillige Eingliederung der ehemaligen Gemeinde Wanhöden in die Gemeinde Nordholz verabschiedet. Es trat am 1.1.1970 in Kraft.Ebenfalls freiwillig hatten sich am 1.7.1968 die ehemaligen Gemeinden Cappel-Neufeld, Spieka und Spieka-Neufeld zu einer Gemeinde Spieka zusammengeschlossen.Durch Landesgesetz erfolgte dann die Eingliederung der Gemeinde Spieka in die Gemeinde Nordholz zum 1.1.1974.

Quelle:Nordholz.de

Gemeinde Nordholz

staatlich anerkannter Küstenbadeort

Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven

Lage:
Der staatlich anerkannte Küstenbadeort Nordholz liegt zentral im Weser- und Elbedreieck zwischen Bremerhaven und Cuxhaven. Mit den Ortsteilen Cappel-Neufeld und Spieka-Neufeld grenzt die Gemeinde unmittelbar an die Nordsee und an den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Das Gemeindegebiet besitzt eine Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung (gemessen am Deich) von 7,5 km und in Ost-West-Richtung (gemessen auf der Linie Ortsteil Spieka) von 11,25 km.
Der Mittelteil der Gemeinde Nordholz liegt auf dem Endmoränenzug „Hohe Lieth“. Der Ortsteil Wanhöden am Ostrand dieses Höhenzuges geht über in die Hadeler Moore.
Das Gelände an der Außenweser liegt 2 m über NN, sinkt dann vor dem Geestrücken auf etwa 1,5 m, erhebt sich auf der Hohen Lieth auf 30 m über NN und fällt zum Wanhödener Moor hin wieder auf 8 m ab.

Größe: 65,11 qkm

Bevölkerung: 7.644 Einwohner, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 117 Einwohnern je qkm. Davon wohnen etwa 4.560 in einem Umkreis von 2 km um das Gemeindezentrum am Feuerweg. Daraus ergibt sich in diesem Raum eine Bevölkerungsdichte von etwa 401 Einwohnern je qkm, die sich bei zunehmender Ausfüllung der ausgewiesenen bebaubaren Flächen noch erhöhen wird.

Verkehrsanbindungen:
Bundesautobahn A 27 Abfahrt Nordholz (Bremen – Cuxhaven)
Bahnhof Nordholz (Bremen – Cuxhaven)
Seeflughafen Cuxhaven/Nordholz
L 135 (Bremerhaven – Cuxhaven)
Kutter- und Seglerhafen Spieka-Neufeld

Im Gemeindegebiet stehen gut ausgebaute Kreis- und Gemeindestraßen zur Verfügung.

Gewerbegebiete:
Es stehen 47 ha vollerschlossene und sofort bebaubare Gewerbe- bzw. Industrieflächen teils mit direktem Anschluss an den Seeflughafen Cuxhaven/Nordholz zur Verfügung. Weitere Flächen sind im Flächennutzungsplan ausgewiesen.

Wohnbauflächen:
Eine Vielzahl an sofort bebaubaren Flächen für Ein- und Mehrfamilienhäuser, Ferienwohnungen und -häuser sowie für den Mietwohnungsbau sind im gesamten Gemeindegebiet vorhanden.

Tourismus:
Die Gemeinde Nordholz ist staatlich anerkannter Küstenbadeort. Mehr als 300.000 jährliche Übernachtungen zeugen von dem attraktiven touristischen Angebot.

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