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Patrouille de France

Wie auf den Leitwerken der Patrouille de France zu lesen ist, hat dieses Team im Jahr 2009 75 jähriges Jubiläum. Tatsächlich besteht die Patrouille de France seit 56 Jahren, denn sie hatte am 17. März ihr 50 jähriges Jubiläum. Das bezieht sich aber ehr auf Kunstflug in Frankreich generell denn im Jahre 1934 war noch nicht von Patrouille de France die Rede und auch die Lackierung in Landesfarben gab es noch nicht. Mitte 1953 wurden zwei Teams aufgelöst und die Kunstflieger des 3éme Escadre mit ihren F-84G Thunderjet zur – vorerst inoffiziellen – Patrouille de France bestimmt. Von 1954 bis 1964 wurde der Titel jährlich einem anderen Jagdgeschwader zugeteilt. Als 1958 das 2éme Escadre an der Reihe war, versah man die Maschinen das erst mal mit einer Sonderlackierung in den Landesfarben Blau, Weiß und Rot und bestückte die Flugzeuge mit Anlagen zur Rauchentwicklung. Am 10. Februar 1964 befahl das Verteidigungsministerium die Patrouille de France zukünftig als eigenständigen Bestandteil der Luftwaffenschule in Salon-de-Provence zu stationieren, ausgestattet mit der CM 170 Fouga Magister. Die Standard Formation umfasste sieben Flugzeuge und zwei Solomaschinen. Nach 17 Dienstjahren, mehr als 800 Vorführungen und weit mehr als 60000 Flugstunden wurden die Fouga Magister 1981 ausgemustert. Am 16. September 1980 gaben sie ihre Abschiedsvorstellung am Himmel über Salon-de-Provence. In der Saison 1981 präsentierte sich die Patrouille de France erstmalig mit dem Alpha Jet in der Öffentlichkeit. Seit diesem Zeitpunkt umfasst das Team acht Maschinen, davon zwei Solisten. Am Ende jeder Saison werden immer drei neue Piloten aufgenommen. Sie müssen wenigstens 1500 Stunden aus Jet-Flugzeugen absolviert haben und bleiben etwas drei Jahre bei dem Team. Das Flugprogramm umfasst verschiedene Manöver, die mit Geschwindigkeiten von 200 bis 600 km/h und in Höhen von 100 bis 1500 Meter durchgeführt werden. Die Maschinen sind dabei oft weniger als drei Meter voneinander getrennt. Um sich im Sprechfunk eindeutig identifizieren zu können, führt die Patrouille de France ihre neun Piloten im Codewortsystem “Athos” als Athos 1 bis Athos 9. Aktuell ist mit der 32 jährigen Commandant Virginie GUYOT (Athos 4) eine Frau mit an Bord. Sie hat insgesamt 1600 Flugstunden, ist in ihrem ersten Jahr bei der Patrouille de France und hat vorher Mirage F1 geflogen. Das Flugzeug des Teams, der Alpha Jet E (École = Schule) wurde am 30. Januar 1979 vom Kommando der Schulen der französischen Luftwaffe (CEAA) in Tours als Nachfolger der Fouga Magister in Dienst gestellt. Die Patrouille de France verfügt über 15 Maschinen, von denen jeweils acht an den Flugvorführungen teilnehmen. Die Alpha Jets der Staffel unterscheiden sich kaum von den Schul- und Einsatzvarianten. Ihre Nasen wurden rundlicher gestaltet und mit einem Bugscheinwerfer versehen. Außerdem wurden zwei Bugstraken angebaut zur Verbesserung der Flugeigenschaften. Da die Maschinen keine Kampfaufgaben zu erfüllen, haben wurde das Zielgerät entfernt und im ursprünglichen Kanonenbehälter unter dem Rumpf ein Rauchgenerator eingebaut.
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Dassault-Bréguet-Dornier Alpha Jet

Hersteller: Dassault-Bréguet-Dornier (Frankreich und Deutschland
Typ: zweisitziger Strahltrainer für Anfänger und Fortgeschrittenenschulung
Länge: 11,85 m
Spannweite: 9,16 m
Höhe: 4,19 m
Triebwerk: zwei SNECMA Turboméca Larzac 04/C6, Standschub je 1350 kg
Startmasse: max. 7250 kg
Geschwindigkeit: 920 km/h
Dienstgipfelhöhe: 15000 m
Überführungsreichweite: über 1500 km
Kampflast: ein Kanonenbehälter am Rumpf und eine Waffenzuladung von mehr als 2500 kg an vier Unterflügelstationen

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