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13 Mai 2012

Eine Spitfire in Bremerhaven

Ich hatte schon vorher davon gehört, durch meinen Vater, das eine Spitfire nach Luneort kommen sollte. So richtig geglaubt habe ich nicht daran. Doch dann bekam ich am Freitag eine SMS von meiner Mutter mit der Nachricht das die Spitfire in 30 Minuten in Luneort landet und gegen 18 Uhr wieder abfliegt. Und ich war auf Helgoland. Einen kurzen Moment war ich etwas traurig aber zumindest hat mein Vater an diesem Tag auf dem Tower gearbeitet und seinen Fotoapparat hatte er auch dabei. So war ich zumindest schon mal sicher Bilder der Maschine zu Gesicht zu bekommen. Am Abend als ich wieder aus Helgoland zurück war, hat mein Vater mir dann erzählt, das die Maschine eigentlich am Montag auf dem Rückweg aus Norwegen, wieder in Bremerhaven landen soll, er der Crew allerdings geraten hat schon am Sonntag zurück zu fliegen aufgrund der Wetterlage. Wie man an diesem Blogeintrag erkennen kann haben sie auf ihn gehört und sind am heutigen Sonntag wieder in Bremerhaven “eingefallen”. Eigentlich kann man das Gefühl nicht beschreiben wenn eine Spitfire nur wenige Meter an einem vorbeirollt. Oder die Flammen aus den 12 Auspüffen schlagen beim Anlassen. Deshalb werde ich es auch nicht versuchen. Jedenfalls hat dieser Tag das Wochenende perfekt gemacht. Toll war auch das die Crew der Spitfire äußerst sympathisch war. Es wurden sogar noch Karten mit dem Aufdruck der Maschine verteilt. Auf dem Hinflug bestand die Besatzung aus Willy Hacket und Matt Jones. Auf dem Rückflug saß Matt Jones wieder im Frontseat seinen backseater habe ich allerdings nicht erkannt. Matt Jones ist der Mitgründer der Boultbee Flight Academy zu der auch die Spitfire gehört. Der andere Mann hinter der Boultbee Flight Academy ist Steve Boultbee Brooks dem auch die Spitfire gehört.
Nun noch ein paar Infos zu der Maschine. Wie unschwer zu erkennen handelt es sich bei dieser Maschine um einen Doppelsitzer. Es gab zu Kriegszeiten die ein oder andere Doppelsitzige Spitfire aber es handelt sich eigentlich um eine Nachkriegsentwicklung. Im Jahr 1946 wurde durch die Firma Vickers der erste Doppelsitzer als Demonstrator gebaut. Die Bremerhaven besuchende Maschine wurde im Jahr 1944 in der Castle Bromwich Fabrik als Mark H.F. IXe Höhenjäger gebaut. Die Seriennummer lautet SM520 und die firewalll construktion number ist CBAF 10164. Beide Nummern finden sich auch auf dem Anstrich der Maschine wieder. Im Jahre 1948 wurde die Maschine an die South African Air Force abgegeben. 80 Spitfire wurden verschenkt an die SAAF und der Rest für 2.000 Pfund pro Flugzeug verkauft. Offensichtlich war die Maschine in einen schweren Unfall verwickelt, und lagerte fortan auf einem Schrottplatz in Cape Town. Im Jahre 1981 wurde sie durch Peter Arnold als SM520 identifiziert. Im Jahre 2002 wurde die Spitfire von Paul Portelli gekauft der auch entschied das die Maschine als Trainer 9 wieder aufgebaut werden sollte. Im April 2009 wurde die restaurierte Maschine von Steve Brooks, dem jetzigen Besitzer, gekauft. Zu diesem Zeitpunkt hatte die SM520 noch einen niederländischen Anstrich, da dies eines der wenigen Länder war das die Spitfire als Trainer geflogen hat. Die jetzige Bemalung ist eine SAAF Lackierung aus dem zweiten Weltkrieg.

Neben einer Menge Fotos habe ich auch 3 Videos gemacht, die ich natürlich auch hier einstelle. Besonders empfehlen kann ich das Video vom Anlassen. Zumindest wenn man auf Flammen steht 😉

 

 

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